Wasser aus Plastikflaschen? Nein danke!

Im Gegensatz zu Glasflaschen, sind Plastikflaschen deutlich leichter und können nicht zerbrechen. Doch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Wasser aus Plastikflaschen ungesund sein kann. Außerdem verursachen wir durch unseren Konsum ein ökologisches Desaster. Leider greifen wir, wahrscheinlich dank geschickter Marketingtricks, dennoch zu Plastik.

Welche Schadstoffe sind enthalten?

Forscher der Universität Frankfurt haben laut wissenschaftlichen Untersuchungen herausgefunden, dass hormonähnliche Stoffe wie das weibliche Sexualhormon Östrogen in Plastikflaschen enthalten sind. Diese Hormone werden von den Herstellern eingesetzt, um das Plastik weicher zu machen.

Einer dieser Weichmacher ist die chemische Verbindung Bisphenol A, kurz BPA. Dieses wird von der Innenbeschichtung der Flaschen oder Konservendosen an die Flüssigkeit abgegeben, wodurch es anschließend im Körper landet. BPA kann zu Gesundheitsproblemen wie beispielsweise Stoffwechselstörungen, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen führen. Hinzu kommt, dass es den Körper darauf abstimmt, vermehrt Fett in der Bauchregion anzulegen, denn BPA fördert das Wachstum der Fettzellen.

Nicht alle Plastikflaschen enthalten BPA

Einige Plastikflaschen sind BPA frei. Den Hinweis darauf findet man auf einem grünen Etikett: „BPA FREE“. Dies gilt auch für Frischhaltefolie oder Tiefkühlbeutel.

Glasflaschen weniger gesundheitsgefährdend als Plastikflaschen

Ob Plastikflaschen nun gefährlich sind oder nicht, kann nicht klar gesagt werden. Dank der durchgeführten Studien lässt sich allerdings sagen, dass die gemessene Schadstoffkonzentration in Glasflaschen deutlich geringer ausfiel als bei Plastikflaschen. Wer dennoch nicht auf Plastik verzichten möchte, der sollte sich für Mehrwegflaschen entscheiden, denn diese haben einen deutlich geringeren Anteil an Weichmachern.

Was ist mit Leitungswasser?

Grundsätzlich ist Leitungswasser genauso gesund wie das Wasser aus der Flasche. Es ist allerdings empfehlenswert Leitungswasser zu trinken, da Plastik, wie bereits erwähnt, nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Wer möchte, kann das Leitungswasser mit einem Kohlefilter zusätzlich filtern – in Deutschland allerdings kein Muss. Unser Trinkwasser stammt zu 64 Prozent aus natürlichen Quellen (Grundwasser), zu 27 Prozent aus Oberflächenwasser (Flüssen und Seen) und zu neun Prozent aus Quellwasser.

Bei Altbauten sollte man allerdings vorsichtiger sein. Die darin verbauten Rohre bestehen häufig aus Blei oder Zink. Es ist daher ratsam, einen Wasser-Check bezüglich der Qualität des Wassers durchzuführen.

Fazit: Plastik benötigt, je nach Herstellung, 100 bis 500 Jahre um sich in seine Bestandteile aufzulösen. Trinkwasser vom heimischen Hahn ist gesünder, kostet nichts, schont die Umwelt und erzeugt keinen unnötigen Müll!


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