Schimmel in der Wohnung: Was tun?

Für Schimmel im Wohnbereich kann es mehrere Gründe geben. Wenn die Schimmelbildung in alter oder schlechter Bausubstanz liegt, die die Bildung von Feuchtigkeit begünstigt, ist die Abhilfe nicht so einfach wie in jenen Fällen, wo der Schimmel am falschen Lüften und Heizen liegt.
Für beide Arten des Schimmels gilt: Die genaue Ursache sollte herausgefunden werden, damit zielgerichtet dagegen vorgegangen werden kann. Gegebenenfalls hilft ein erfahrener Handwerker oder ein Gutachter weiter.

In der Regel bildet sich Schimmel an feuchten Außenwänden und Ecken von Räumen sowie um Fenster herum. Auch Bäder und Keller sind bevorzugte Orte für Schimmelpilze, denn Keller sind häufig baubedingt leicht feucht und in Bädern entsteht durch das Baden bzw. Duschen viel feuchte Luft – insbesondere in Bädern ohne Fenster. In Altbauten kann der Schimmel außerdem durch alte, undichte Rohrleitungen entstehen sowie durch hohe Temperaturunterschiede zwischen geheizten und nicht beheizbaren Räumen.
Eine falsche Möblierung kann ebenfalls Schimmel begünstigen: wenn etwa große Möbel dicht an den Wänden stehen oder die Heizkörper durch Möbelstücke blockiert werden.

Wie lässt sich Schimmel vermeiden?

Wenn die Ursachen in der Bausubstanz begründet liegen, muss natürlich hier Abhilfe geschaffen werden, zum Beispiel durch das Ersetzen alter Rohre, die Sanierung schlecht isolierter Außenwände oder durch den Einsatz atmungsaktiver Baumaterialien und Wandfarben. Bevor hier jedoch aufwändige Arbeiten ausgeführt werden, ist es ratsam die Ursachen genau abzuklären.

Ist der Schimmel durch falsches Heizen und Lüften entstanden, kann jeder Wohnungsbenutzer selbst mit wenig Aufwand aktiv werden. Zunächst muss der vorhandene Schimmel mit den passenden Schimmelentfernern behandelt werden. Diese Mittel werden wie Reiniger verwendet. Nach ihrem Einsatz muss nun richtig gelüftet und geheizt werden.

Richtiges Lüften heißt: mehrere Male am Tag stoßlüften, statt die Fenster stundenlang auf Kipp zu öffnen. Nur durch Stoßlüftung – die Fenster fünf bis zehn Minuten ganz öffnen – wird die verbrauchte und feuchte Raumluft komplett ausgetauscht.
Richtiges Heizen bedeutet: Die Raumtemperatur sollte überall bei mindestens 16 Grad liegen, auch wenn die Räume nicht genutzt werden – so bleibt die Luft trocken. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Luft frei zirkulieren kann und nicht durch Möbel blockiert wird, die eng an den Wänden oder vor den Heizkörpern stehen.
Es ist also relativ einfach Schimmel in der Wohnung zu vermeiden – wenn diese Tipps konsequent befolgt werden.


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