Gute Gründe für eine neue Matratze

Die Faustregel für die Lebensdauer einer Matratze lautet: Sie beträgt maximal zehn Jahre. Doch ein Wechsel kann schon vor Ablauf dieser Frist ratsam sein, wenn man nicht gut schläft und sich mit seiner Matratze einfach nicht mehr wohl fühlt. Für die grundsätzliche Haltbarkeit einer Matratze sind zwei Faktoren maßgebend: ihre Qualität und die Bedingungen, unter denen sie regelmäßig genutzt und gepflegt wird. Matratzenschoner und Auflagen schützen die Oberfläche vor Verschmutzung, aber mangelnde Belüftung und ein feuchtes Raumklima begünstigen Milben- und Schimmelwachstum im Inneren. Eine konstante Luftzirkulation benötigt Freiraum unter dem Lattenrost. Die Nutzung des Stauraumes unter dem Bett oder das Vorhandensein von Bettkästen behindern die Belüftung der Matratze leider. Wer das nicht vermeiden kann, sollte es bei der Auswahl seiner Matratze berücksichtigen: Federkern- und Latexmatratzen gelten als besonders luftdurchlässig, Kaltschaummatratzen eher weniger. Interessanterweise ist das ordentliche Herrichten des Bettes am Morgen kontraproduktiv. Nachts schwitzt jeder Mensch und diese Feuchtigkeit lässt sich besser herauslüften, wenn die Matratze nicht direkt wieder vollständig mit Bettdecken und Kopfkissen bedeckt wird. Sobald die Matratze insgesamt nicht mehr frisch und sauber erscheint, ist der Zeitpunkt gekommen, über ihre professionelle Reinigung oder eine neue Matratze nachzudenken.

Eine Neuanschaffung ist auch dann unvermeidbar, wenn die Matratze durchgelegen ist. Regelmäßiges Wenden nach Angabe des Herstellers hilft, die einseitige Abnutzung zu vermeiden.

Hohe allergene Belastung

Hausstaubmilbenallergiker können viele Maßnahmen ergreifen, um die Staub- bzw. Milbenbelastung zu verringern. Wer trotz regelmäßigen Absaugens der Matratze, optimaler Belüftung und der Verwendung entsprechender Schutzhüllen eine Zunahme seiner Allergiesymptome bemerkt, kann seine Matratze mit Hilfe von Milbentests aus der Apotheke genauer untersuchen. Wird mehrfach in Folge eine hohe Belastung festgestellt, muss die Matratze ausgetauscht werden, falls eine Reinigung wegen der dabei verwendeten Chemikalien für den Allergiker nicht in Frage kommt.

Mangelnder Liegekomfort

Wer unbequem liegt, sich nachts häufig umdrehen muss, oder gar morgens schon mit Schmerzen in Schultern, Hüfte oder Rücken aufwacht, liegt sicher nicht richtig. Die Ursache dafür muss nicht immer die Abnutzung der Matratze sein. Auch der Körper ihres Besitzers kann sich verändert haben. Gewichtsschwankungen sowie alters- oder verletzungsbedingte Veränderungen des Bewegungsapparates können eine neue Matratze ebenso erfordern, wie eine ungünstige Kombination aus Lattenrost und Matratze. Lattenroste mit großen Abständen eignen sich nicht gut für nachgiebige Schaum- oder Latexmatratzen, sondern am besten für die im Ganzen eher steifen Federkernmatratzen.


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