Feng Shui – So bleiben die guten Energien im Haus

Aus Fernost ist die Raumpsychologie in westliche Kulturen eingeflossen. Um diese Einrichtungsphilosophie nüchtern zu interpretieren, muss die Feng-Shui-Energie naturwissenschaftlich erläutert werden. Durch die Erdrotation entstehen Plus- und Minuspol sowie die lebensspendende Fließenergie, die Corioliskraft. Dies bezeichnet die Fernostmythologie mit Yin und Yang. Das Weibliche Yin nimmt Energien auf und setzt sie intelligent um. Yang, das Männliche, produziert Energien und gibt sie ab. Zusammen ergeben sie die harmonische Lebensenergie Chi.

Ohne Ecken und Kanten

Diese westliche Redensart beschreibt detailgenau jene Einrichtungsphilosophie. Ecken und Kanten sollten nie in den Raum hineinragen, es sollten auch keine Winkel der Nachbargebäude auf das eigene Haus blicken. Falls dies doch der Fall ist, können die negativen Energien mit dekorativen Mobiles oder Zimmerpflanzen relativiert werden. Echt- oder Seidenpflanzen sind für jeden Raum geeignet außer für Schlafzimmer, denn in beiden Varianten strahlen sie viel aktive also schlafraubende Energie aus.
Gläser mit einer rückwärtigen schwarzen Grafitschicht ergeben Spiegel, die ihre Umwelt körperlos doublieren. Um diesen geisterhaften Effekt auszuschließen, sollten Spiegel klein, höchstens mittelgroß sein und beispielsweise ein schönes Landschaftsmotiv reflektieren.
Vorsicht ist bei Nassräumen geboten, dort darf das Wasser die Energie nicht aus dem Haus spülen. In der Praxis heißt das, Toilettendeckel bei Nichtbenutzung des Raumes geschlossen halten. In der Küche bringen Kühlgeräte die fließende Wasserenergie der Spülbecken durch symbolische Eisbildung zum Stocken. Eine für Aktivitäten zuständige Arbeitsplatte und ein etwas abseits befindlicher Herd, der die feurige Energie in sich trägt, bilden dazu ausgleichende Gegenpole.
Regale zerstückeln die Fließenergie wie Messer, es sei denn ein Paravent oder ein freundlicher Gegenstand, eine Kristallpyramide oder Sammelfigürchen, bündeln die Schneiden sicher zusammen.

Feng Shui auch im Garten

L-förmigen Räumen fehlt eine Ecke, diese kann durch einen kontrastreichen Farbanstrich ersetzt werden. Was für die Innenräume zählt, gilt auch für den Garten: im Außenbereich könnte stellvertretend für die fehlende Hausecke eine Fichte eingepflanzt werden.
Wer einen Grillplatz hat, sollte diesen mit einem Zierbrunnen oder einem kleinen Wasserlauf ausgleichen. Gartenmöbel unter einer Baumkrone benötigen einen formschönen Kiesweg oder eine Trittsteinformation zum Haus, damit der Innen- und Außenbereich nicht voneinander abgetrennt wird.
Türen und Fenster bedeuten fließende Energie. Wird diese unterbrochen, so hilft eine Leuchte, ein Bild oder Wandteppich. Eingangstüren sollten Besucher mit einer Sitzbank oder einem Blumenkübel empfangen, damit nur die freundlichen Energien ins Haus gelangen.


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