Erkältungen – Omas Hausmittel tun es auch

Die Temperaturen fallen und die Tage werden kürzer. Pro Jahr holt man sich im Schnitt ungefähr zwei- bis viermal eine Erkältung. Der Hals kratzt, die Nase trieft, die Augen brennen und der Husten will einfach nicht aufhören. Man muss jedoch nicht immer auf rezeptfreie Arzneimittel zurückgreifen, diese können oftmals sogar gefährlich sein. Doch helfen Omas Hausmittel wirklich?

Rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke sind nicht nur teuer, sondern eignen sich häufig eher wenig zur Behandlung. Grundsätzlich sollte man die Finger von Kombi-Präparaten lassen, laut Stiftung Warentest sind diese eher schädlich, dazu gehören beispielsweise: Aspirin Complex Granulat, Rhinopront Kombi Tabletten, Wick Medinait, Wick Daymed Erkältungsgetränk u.v.m. Außerdem lassen sich diese Mittel nicht korrekt dosieren. Medikamente gegen einzelne Symptome sind wesentlich effektiver.

Um eine Erkältung korrekt behandeln zu können, muss zunächst festgestellt werden ob es sich um einen grippalen Infekt (Erkältung) oder eine echte Grippe handelt. Ein grippaler Infekt kann mit Hausmitteln bekämpft werden, während eine Grippe von einem Arzt behandelt werden sollte. Bei einer Grippe kommt es zu hohem und plötzlichem Fieber. Außerdem kann es zu Kopf- und Gliedschmerzen kommen, aber auch zu Durchfall.

Mehr als 85 % der Deutschen greifen zu natürlichen Heilmitteln wie beispielsweise Hühnersuppe oder Essig-Wadenwickeln. Diese heilen den Körper, unterstützen die Abwehrkräfte und haben eine antibakterielle Wirkung.

Hühnersuppe – der Klassiker

Es gibt nichts besseres als eine frisch gekochte Hühnersuppe. Inzwischen wurde dies sogar von US-Wissenschaftlern belegt. Die Kraftsuppe enthält Eiweißstoffe, welche die Zellen stärken, Entzündungen hemmen und Viren abwehren. Vitalstoffe wie Zink und Kalzium stärken außerdem das Immunsystem. Die Suppe kann mit Chili und Ingwer aufgepeppt werden, diese erhöhen den positiven Effekt.

Die Zwiebel – oft sogar besser als Antibiotika

Zwiebeln eignen sich beispielsweise zur Behandlung von Ohrenschmerzen, dafür muss man diese kleinschneiden und leicht erwärmen, in ein Handtuch geben, einwickeln und ans Ohr halten. Die Inhaltsstoffe und die ätherischen Öle der Zwiebel wirken sich positiv auf den Ohrenschmerz aus.

Aus der Zwiebel lässt sich aber auch ein pflanzlicher Hustensaft machen. Dafür muss man lediglich eine mittelgroße Zwiebel fein würfeln, mit Zucker bestreuen und abdecken. Nach ungefähr einer Stunde bildet sich ein Saft. Dieser kann teelöffelweise eingenommen werden. Der Zwiebelsirup löst nicht nur den Husten, sondern liefert auch reichlich Vitamin C und stärkt somit das Immunsystem.

Tipp: vor dem Schlafengehen eine halbierte Zwiebel ins Schlafzimmer stellen. Der starke aber äußerst wirksame Geruch hilft nachts, den Schleim zu lösen.

Andere Hausmittel

Nicht nur Hühnersuppe und Zwiebel können bei einer Erkältung helfen, die Liste ist um einiges länger.

– Luftfeuchtigkeit erhöhen                                  – Kartoffelwickel (speichert Wärme)
– Ausreichend Schlaf                                            – Essigwickel (Fieber)
– Nasenspülungen mit Salzwasser                     – Kräutertee (Reizhusten)
– Dampfbad                                                           – Quarkwickel (hemmt Entzündungen)
– Räume gut lüften                                               – Inhalieren mit ätherischen Ölen
– Gurgeln (Entzündungen im Hals)                    – Viel trinken

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