„Parkour“ – seinen Weg selbst wählen

Parkour nennt man die kunstvolle Art der effizienten Fortbewegung ohne weitere Hilfsmittel. Der Ausübende wird „Traceur“ genannt (französisch: „der den Weg ebnet“). Ziel ist es, sich so effizient wie nur möglich von einem Punkt zum anderen fortzubewegen und dabei verschiedene Hindernisse zu überwinden. Unter Einschätzung des eigenen Körperpotentials sucht sich der Traceur seine eigenen Wege durch die Umgebung.

Zu den Hauptmerkmalen des Parkour zählt:

– sportliche Betätigung (Beweglichkeit, Kraft, Präzision und Ausdauer)
– Einschätzung des eigenen Körperpotentials
– sich mit seiner Umgebung auseinandersetzen
– Hindernisse und Grenzen überwinden

Showeffekte? Nein, Bewegung steht im Vordergrund!

Parkour ist weder eine Extrem- noch eine Trendsportart, es ist viel­mehr eine sportliche Schu­lung für Kör­per und Geist. Diese wirkt sich auch positiv auf die Sichtweisen des Lebens aus. Die akrobatischen Einlagen, welche man häufig in Filmen oder auf YouTube sieht, werden nur dann eingesetzt, wenn beispielsweise Hindernisse zu überwinden sind und nicht der Akrobatik wegen. Die hohen Sprünge von Haus zu Haus oder von einem Dach auf eine zwei Meter entfernte Mauer sind keine Grundelemente des Parkour. Diese sollten nur von erfahrenen Läufern ausgeführt werden.

David Belle und die „Méthode Naturelle“

Die Kunst der Fortbewegung gibt es eigentlich schon seit Anbeginn der Menschheit, denn schon immer war es wichtig sich schnell und sicher fortzubewegen. Egal ob Flucht oder Jagd, unser Körper musste auch in der Urzeit Schnelligkeit, Ausdauer und Balance unter Beweis stellen.

Die „Méthode Naturelle“ wurde vom Franzosen Georges Hebert entwickelt. Sie gilt als Vorgänger des Parkour. Es handelt sich dabei um ein körperliches und geistiges Training, bei der man den Körper in unterschiedlichen Disziplinen in der Natur trainiert.

Seinen Ursprung hat Parkour allerdings in den Wäldern der Normandie, in Frankreich. Erfunden wurde es vom Franzosen David Belle, welcher beispielsweise im Film „Ghetto Gangs“ die Hauptrolle spielte. Noch in jungen Jahren beherrschte Belle die „Méthode Naturelle“ und entwickelte diese zum Parkour weiter.

Wie gefährlich ist Parkour?

Parkour ist nur so gefährlich, wie man es sich macht. Um einen schwierigen Parkour zu absolvieren, bedarf es jedoch jahrelanger Erfahrung und diszipliniertem Training. Es kann natürlich zu Verletzungen kommen, allerdings nur dann, wenn man seine Fähigkeiten überschätzt. Deshalb gilt: wer Zweifel an seinem Potential hat, sollte den ein oder anderen Sprung besser auslassen.

Wo wird „parkouriert“?

Rennen über Hausdächer, balancieren und springen über Mauern und Bänke und was sich sonst so in den Weg stellt. Für gewöhnlich läuft man jedoch durch die Stadtwege. Egal ob in urbanem oder in natürlichem Umfeld, Hindernisse stehen dem Traceur überall bereit.

Bin ich ein „Traceur“?

Alter oder Geschlecht spielen keine Rolle – jeder darf es ausprobieren und praktizieren. Es werden zwar keine besonderen Ansprüche an die Fitness gestellt, jedoch sollte man vor einem Parkour ausreichend trainieren.


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