„Jeans sind eine Einstellung, keine Hosen“ (Ulrich Plenzdorf)

Die Jeans – Jeder von uns hat mindestens ein Paar im Kleiderschrank. Sie ist eine der meist getragenen Kleidungsstücke. Sowohl früher als auch heute ist sie aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Stilen, Schnitten und Arten. Egal ob Mann, Frau oder Kind, für jeden gibt es eine Passende.

Die Jeans ist keine amerikanische Erfindung

Levi Strauß, auch bekannt durch die gleichnamige Marke „Levis“ war der Hersteller der ersten Jeans. Strauß wurde 1829 in der Nähe von Bamberg geboren und wanderte 1847 mit seiner Familie nach Amerika aus. Er ging seiner Tätigkeit in San Francisco als Waren- und Stoffhändler nach und entwarf dabei die erste Jeans. Sie war besonders für Arbeiter geeignet, welche eine robuste und strapazierfähige Hose benötigten. Jacob Davis, Schneider und Freund von Levi Strauß, befestigte zudem Nieten an der Jeanshose. Zusammen meldeten sie, am 20. Mai 1873, das Patent an.

Nach Europa kam sie erst in der Nachkriegszeit. In Deutschland wurde sie anfänglich auch „Nietenhose“ oder „Texashose“ genannt. Die Jeans wurde in den 60ern zum Kultstatus und galt als Symbol des Protests, sie diente der Auflehnung gegen Autorität und Tradition. In der DDR war das Tragen der Jeans zeitweise sogar verboten. Egal ob Jeanskleid, Jeansjacke oder Jeansrock, heutzutage besteht nicht nur die Hose, sondern auch andere Kleidungsstücke aus Jeans.

Denim, Indigo & Co.

Der Jeansstoff Denim ist in seiner natürlichen Farbe weiß. Der typische Farbstoff der blauen Jeans heißt Indigo und wurde aus den Blättern der Indigopflanze hergestellt. Heutzutage wird Indigo jedoch in den Fabriken künstlich produziert. Nachdem die Jeans mit Denim gefärbt wurde, ist sie zwar blau aber noch nicht fertig. Aus bis zu sechzig Einzelteilen kann eine typische Jeanshose bestehen, diese werden mit einem starken Garn zusammengenäht. Nachdem die orange-gelben Nähte sowie Knöpfe und Nieten angebracht wurden, wird sie in einer großen Waschtrommel gewaschen. Dabei wird die Farbschicht stark abgerieben und die natürliche Farbe des Denim wird ersichtlich. Nach dem Färben wird die Jeans gebügelt und an verschiedene Geschäfte und Boutiquen versendet, wo Kunden sie schließlich kaufen können.

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